Setzungsreduzierung mit Geogitter

Neben der Verwendung von Geogitter in der Tragschichtbewehrung zur Steigerung der Tragfähigkeit weisen Geogitter besonders bei inhomogenem schlechtem Untergrund eine weitere wichtige Funktionalität auf. Die Setzungsreduzierung. Geogitte-Bewehrte Erdkörper weisen grundsätzlich eine erhöhte Eigensteifigkeit auf und reagieren daher unempfindlicher gegenüber auf Beanspruchungen durch eine Verkehrslast. Durch die horizontale Zugkraftaufnahme, dem Spannungsaufbau im Geogitter, zeigt dieses eine Reduzierung von Spannungsspitzen unter dem bewehrten Körper. Daher egalisiert es lokale Setzungsmulden und vermindert eine Verformung des Bodenkörpers. Dieser Bewehrungsfall wird konstruktiv angewendet und ist insbesondere in Bereichen einzusetzen bei denen starre Bauwerkskörper zu klassischem Erdbau grenzen. Erfolgt in dieser Zone ein Lastübergang, so sind uneinheitliche Setzungen vorprogrammiert. Denken Sie hier an die bekannten Brückenübergänge im Straßenbereich. Geogitter verhindern nicht den kompletten Setzungsvorgang können jedoch eine Reduktion der Setzungsbeträge in einer Größenordnung von 40-60 % erreichen.